Was der Mietspiegel für Sie bedeutet
Der Stuttgarter Mietspiegel ist ein qualifizierter nach § 558d BGB. Das heißt: Es wird gesetzlich vermutet, dass die darin enthaltenen Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben. Wer etwas anderes behauptet, muss es beweisen, und das ist für Mieter eine starke Position.
Dazu kommt eine Pflicht des Vermieters, die viele nicht kennen: Bei einem Mieterhöhungsverlangen muss er die Angaben zu Ihrer Wohnung nach dem qualifizierten Mietspiegel grundsätzlich mitteilen, und zwar auch dann, wenn er die Erhöhung anders begründet (§ 558a Abs. 3 BGB).
Nachschlagen können Sie selbst: Das PDF ist bei der Stadt kostenlos abrufbar, der Kartenviewer sagt Ihnen die Lagekategorie Ihrer Adresse, und der Mietspiegelrechner im Serviceportal Baden-Württemberg rechnet den Wert aus. Die häufigste Ursache für eine zu hohe Miete ist eine zu gut eingestufte Lage.
Mietangebote1von iMMo75 in Stuttgart, alle 30 Minuten aktualisiertimmo75.de Mieterhöhunghöchstens 20 %in drei Jahren, bis zur VergleichsmieteKappungsgrenze, § 558 BGB
Warum Portale höhere Zahlen nennen
Der Mittelwert des Mietspiegels liegt bei 11,15 € je Quadratmeter netto kalt. Portale weisen für Stuttgart teils 16 Euro und mehr aus. Beides kann stimmen, weil es zwei verschiedene Dinge misst: Der Mietspiegel bildet die ortsübliche Vergleichsmiete aus einer repräsentativen Befragung ab, die Portale rechnen mit Angebotsmieten aus Anzeigen.
Für eine Mieterhöhung oder eine Mietpreisprüfung zählt der Mietspiegel und nicht das Portal. Wer eine Mieterhöhung bekommt, die sich auf Portalpreise beruft, hat ein gutes Argument in der Hand.
Welche Lage zu wem passt
Wer ohne Auto auskommen will, wohnt in West, Süd, Ost, Mitte oder Bad Cannstatt: dichte Bebauung, kurze Wege, Stadtbahn und S-Bahn vor der Tür.
Wer Ruhe und Grün sucht, schaut nach Botnang mitten im Wald, nach Sillenbuch am Schurwald, nach Degerloch oben auf der Filderebene oder nach Plieningen.
Wer ein eigenes Ortsgefühl will, findet es in Feuerbach, Zuffenhausen, Weilimdorf oder Vaihingen, jeweils mit S-Bahn-Anschluss.
In den kleinen Bezirken Münster, Birkach und Wangen ist das Angebot klein. Wer dort sucht, braucht Geduld und einen Suchauftrag.
Worauf Sie bei Vertrag und Übergabe achten sollten
Vier Punkte, die später Geld kosten oder sparen.
- Übergabeprotokoll mit Fotos: Der wichtigste Punkt überhaupt. Beim Auszug entscheidet dieses Blatt darüber, wofür Sie haften.
- Zählerstände: Strom, Gas, Wasser, Heizung. Mit Datum und Unterschrift beider Seiten.
- Kaution: höchstens drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB), in drei Raten zahlbar, getrennt vom Vermögen des Vermieters anzulegen und zu verzinsen.
- Nebenkosten: Welche Posten sind umlagefähig vereinbart, und wie hoch ist die Vorauszahlung? Eine niedrige Vorauszahlung ist keine niedrige Miete, sondern eine späte Rechnung.
Wie Sie von Mietangeboten erfahren
Gute Mietwohnungen gehen in Stuttgart schnell weg, und die meisten Bewerbungen scheitern nicht am Preis, sondern an der Reihenfolge. Wer früh da ist und vollständige Unterlagen dabei hat, ist im Vorteil.
Bei uns können Sie einen Suchauftrag hinterlegen. Dann melden wir uns, wenn eine passende Wohnung kommt, und zwar bevor sie in den Portalen steht. Das kostet nichts.
So läuft es ab
- Suchprofil festlegenStadtbezirk, Größe, Rahmen. Wer alles sucht, bekommt zu viel und nichts Passendes.
- Suchauftrag hinterlegenDamit Sie von neuen Mietwohnungen früh erfahren.
- Unterlagen bereithaltenSelbstauskunft, Einkommensnachweise, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Vollständig, beim ersten Termin.
- Übergabe dokumentierenProtokoll mit Fotos und Zählerständen. Das sichert Ihre Kaution.